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Ambulante Rehabilitation und Nachsorge

Unsere Angebote der ambulanten Rehabilitation sowie der ambulanten Nachsorge richten sich an volljährige Frauen und Männer, bei denen eine Abhängigkeit von legalen oder illegalen Suchtmitteln wie z. B. Alkohol, Medikamente, Kokain, Cannabis, Heroin, Amphetamine, etc. besteht.

Die ambulante Rehabilitation dauert in der Regel 12 bis 18 Monate und umfasst 40 bis 60 Therapieeinheiten. Die ambulante Nachsorge erfolgt direkt im Anschluss einer stationären Therapie. Sie umfasst 20 bis 40 Therapieeinheiten und dauert 6 bis 12 Monate.

Für wen eine ambulante Therapie in Frage kommt oder eine stationäre Behandlung eher geeignet ist, die Suchterkrankung zum Stillstand zu bringen, besprechen die PatientInnen in persönlichen Einzelgesprächen mit ihrem BeraterIn. Dabei klären wir gemeinsam die Voraussetzungen für eine Rehabilitation ab und sind bei der Antragstellung behilflich.

Entscheidungshilfen für eine ambulante Rehabilitation:
• Abstinenz von Drogen und Alkohol
• Stabile Motivation für ambulante Rehabilitation (Fähigkeit, vereinbarte Termine einzuhalten)
• Fester Wohnsitz
• Wahrnehmung von nicht delegierbaren häuslichen Pflichten, z.B. die Kinderbetreuung
• Stabile soziale Verhältnisse (Unterstützung durch die Familie und soziales Umfeld)
• Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe
• Belastungserprobung im häuslichen Bereich, z.B. erfolgreiche Konfliktlösung
• Einbeziehung von Angehörigen

Darüber hinaus können die TeilnehmerInnen weiterhin ihre Arbeit ausüben und wohnortnah das professionelle therapeutische Angebot nutzen. Unser Schwerpunkt der Therapie liegt auf einer speziell auf die Suchtkrankheit ausgerichteten Gruppentherapie.

Zum Teil sind die Gruppen in den Beratungsstellen geschlechtshomogen, d.h. es gibt bei uns reine Frauengruppen sowie reine Männergruppen. Für die Dauer der Behandlung erhalten die TeilnehmerInnen einen festen Bezugstherapeuten oder Bezugstherapeutin, der oder die Sie in Einzelgesprächen, parallel zur Gruppentherapie begleitet. Bei Bedarf können Angehörige oder wichtige Bezugspersonen in die Therapie eingebunden werden.

Die Ziele der ambulanten Therapie orientieren sich an einem persönlichen Behandlungsplan, den wir gemeinsam mit dem PatientIn erarbeiten. Das vorrangige Ziel der ambulanten Suchttherapie ist die Erreichung einer langfristigen abstinenten Lebensweise, die zur Wiederherstellung der körperlichen und psychischen Gesundheit und der Sicherung oder Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit unverzichtbar ist. Weitere Ziele ergeben sich aus den individuellen Problematiken in den verschiedenen Persönlichkeits- und Lebensbereichen.

Damit die Zusammenhänge zwischen der Entstehung und Aufrechterhaltung der Sucht erarbeitet werden können, ist es wichtig eine Bereitschaft zu entwickeln, sich aktiv mit seinen Problemen und Gedanken in die Rehabilitation mit einzubringen.