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Stationäre Entwöhnungsbehandlung

Das Netzwerk von Therapiehilfe e.V. verfügt in Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen über insgesamt 165 stationäre Rehabilitationsplätze für Suchtmittelabhängige. Die Maßnahmen in den Einrichtungen umfassen in der Regel eine Dauer von drei bzw. vier Monaten als Kurzzeit- oder Auffrischungsbehandlung und sechs Monate bei einer Langzeitbehandlung. Dabei sind die Patienten in der Regel in Einzel- und Doppelzimmern untergebracht. Finanziert werden die Therapien von Rentenversicherungen, Krankenkassen, überörtlichen Trägern und/oder den Jugendämtern.

Die Abhängigkeit von Suchtmitteln ist ein hochkomplexes, multifaktorielles Geschehen im seelischen, körperlichen und sozialen Bereich – mit erheblichen Auswirkungen auf alle Belange der Lebensgestaltung. Diesen Herausforderungen begegnen in den Kliniken von Therapiehilfe e.V. multiprofessionelle Teams, die sich aus Fachärzten, Psychologen, Sozialpädagogen mit anerkannter Zusatzausbildung, Sozialarbeitern, Arbeits- und Ergotherapeuten, Ökotrophologen sowie Mitgliedern der Verwaltung zusammensetzen.

Zur Einleitung und Überwachung der zielgerichteten Therapien wird eine umfassende Funktionsdiagnostik unter neuropsychotherapeutischen Gesichtspunkten erhoben. Sie dient zudem der abschließenden Beurteilung der Leistungsfähigkeit der Patienten im Erwerbsleben, ihrer Fähigkeit zur Teilhabe in sozialen Feldern sowie ihrer innerpsychischen Belastungsfähigkeit. Im Rahmen der Diagnostik werden auch Einschränkungen und Störungen sowie Ressourcen und Kompensationsmöglichkeiten erfasst. Daraus ergeben sich individuelle Behandlungspläne, die auch komorbide Störungen mit einbeziehen.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der einzelnen Kliniken variieren. Im Allgemeinen umfassen sie:
- fachärztliche Betreuung und Behandlung
- Psycho-/Suchttherapie in Gruppen- und Einzelsitzungen
- Arbeits- und Ergotherapie
- Alltagsstrukturierende Maßnahmen und sozialtherapeutische Angebote
- Sozialarbeit
- Akupunktur
- Gruppen ohne Anleitung
- Sport und Freizeitgestaltung

Die indikativen Angebote der Kliniken sind:
- Gesundheits- und Krankheitsinformation
- Raucherentwöhnung
- Motivationsgruppen
- Rückfallprophylaxe
- Training emotionaler und sozialer Kompetenzen
- Geschlechtsspezifische Gruppenangebote
- Unterricht und Schulung
- Anti-Gewalttraining
- Traumatherapie
- Entspannungstraining
- Ernährungsberatung, Behandlung von Essstörungen